Fidelio am Theater in der Wien, Benjamin Hulett (Jaquino), Mélissa Petit (Marzelline)  - Foto zum Inhalt der Oper Fidelio am Theater in der Wien, Benjamin Hulett (Jaquino), Mélissa Petit (Marzelline) - Foto zum Inhalt der Oper | Foto © Monika Rittershaus

Der Inhalt der Oper "Fidelio" ist in diesem Artikel beschrieben. Hier können Opernfans klar und verständlich die Handlung der Oper "Fidelio" durchlesen. 

Fidelio (Oper von Beethoven): Inhalt

Komponist
Ludwig van Beethoven

Libretto
Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning, Georg Friedrich Treitschke

Anderer Titel der Oper
Leonore

Uraufführung
Erste Fassung: 20. November 1805 im Theater an der Wien
Dritte und letzte Fassung: 23. Mai 1814 im Wiener Kärntnertortheater

Hauptfiguren

  • Don Fernando, Minister (Bariton)
  • Don Pizarro, Gouverneur eines Staatsgefängnisses (Bariton)
  • Florestan, Gefangener (Tenor)
  • Leonore, Florestans Frau unter dem Namen „Fidelio“ (Sopran)
  • Rocco, der Kerkermeister (Bass)
  • Marzelline, dessen Tochter (Sopran)
  • Jaquino, Pförtner (Tenor)

Nebenfiguren
Zwei Gefangene (Tenor, Bass)

Chor
Wachsoldaten, Staatsgefangene und das Volk

Ort und Zeit
Staatsgefängnis bei Sevilla, 18. Jahrhundert

Gliederung
2 Akte, Nummernoper mit gesprochenen Dialogen

"Fidelio" (Oper) Handlung 1. Akt

Florestan wird von Don Pizarro widerrechtlich in Kerkerhaft gefangen gehalten, da Florestan von den unrechtmäßigen Machenschaften Don Pizarros weiß und jederzeit damit kompromittierend an die Öffentlichkeit gehen konnte. Florestans Frau, Leonore, schleust sich in Verkleidung als junger Mann namens Fidelio in das Gefängnis ein und gewinnt das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco, der „sie“ als Aushilfe in seinen Dienst nimmt. Roccos Tochter Marzelline, die von ihrem eigentlichen Partner Jaquino immer mehr zu einer Eheschließung gedrängt wird, verliebt sich nach und nach in den „falschen Fidelio“, also in die als Jungspund verkleidete Leonore. 

Fidelio nutzt das neu gewonnene Vertrauen von Rocco zu ihm aus. „Er“ kann ihn überreden, mit ihm zusammen in den Kerker zu gehen. Dort dürfe Fidelio allerdings einen ganz bestimmten Gefangenen nicht sehen. Leonore ahnt natürlich sofort, dass es sich dabei um ihren Ehemann Florestan handeln muss.

Pizarro erscheint zu einer außerplanmäßigen Inspektion des Gefängnisses, da er erfahren hat, dass der Minister zur Untersuchung seines Kerkers erscheinen will. Er stellt Wachen auf. Pizarro beschließt, Florestan nicht mehr am Leben zu lassen, da er sonst bei der Visitation entdeckt würde. Don Pizarro befiehlt Rocco, Florestan heimtückisch zu töten. Dieser bringt solch eine grausame Tat jedoch nicht übers Herz und kann sich maximal dafür bereit erklären, Florestans zukünftiges Grab auszuheben.

Leonore wird immer unruhiger. Sie bittet Rocco erfolgreich darum, die Gefangenen nach langer Zeit einmal wieder an das Tageslicht und die frische Luft zu lassen. Unter ihnen kann sie ihren Mann aber nicht ausmachen.

Gábor Bretz (Don Pizarro) und Christof Fischesser (Rocco) in einer neuen Inszenierung von Fidelio am Theater an der Wien  | Foto © Monika Rittershaus

Gábor Bretz (Don Pizarro) und Christof Fischesser (Rocco) in einer neuen Inszenierung von Fidelio am Theater an der Wien | Foto © Monika Rittershaus

Mélissa Petit (Marzelline), Benjamin Hulett (Jaquino), Nicole Chevalier (Leonore (Fidelio)) in einer neuen Inszenierung von Fidelio am Theater an der Wien   | Foto © Monika Rittershaus

Mélissa Petit (Marzelline), Benjamin Hulett (Jaquino), Nicole Chevalier (Leonore (Fidelio)) in einer neuen Inszenierung von Fidelio am Theater an der Wien | Foto © Monika Rittershaus

Inhalt der Oper "Fidelio", 2. Akt

Im dunklen Kerker. Florestan windet sich in einem Fieberwahn, in welchem er Leonore als einen Engel zu sehen glaubt.

Leonore kann erneut von Roccos Vertrauen profitieren, indem sie ihn erfolgreich bittet, dem Gefangenen Brot und Wein geben zu dürfen. Unten erkennt sie Florestan an seiner Stimme, doch sie selbst darf sich noch nicht zu erkennen geben.

Pizarro erschein schließlich, um den Mord an Florestan zu vollstrecken, welcher ihn im Angesicht des Todes noch einmal zur Rede stellt. Leonore wirft sich als Fidelio kurz vor dem finalen Schuss zwischen die beiden Todfeinde. Sie gibt sich als seine Frau zu erkennen und bedroht nun Don Pizarro mit einer gezückten Waffe. In diesem Augenblick ertönen die Trompeten. Sie kündigen die Ankunft des Ministers an, woraufhin sich Pizarro aus dem Staub macht.

Florestan und Leonore können sich nach langer Zeit wieder in die Arme fallen. Der Minister Don Fernando erkennt seinen Freund Florestan unter den Gefangenen und öffnet daraufhin alle Kerkerverließe. Die Gefangenen sind frei! Nach einem Massenchor folgt die Ansprache Fernandos, bis Gefühle des Dankes und des Jubels aufbrechen. Die Oper endet mit einem fulminanten Schlusschor als Lobpreis auf die Gattentreue.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Originalbeitrag für opernfan.de. Die Inhaltsangabe ist urheberrechtlich geschützt. 

Die Fotos in diesem Artikel gehören zur aktuellen Berichterstattung über "Fidelio" im Theater an der Wien. Die gesamte Fotogalerie finden Sie in der Rubrik "Opernhäusser/Theater an der Wien" oder einfach hier klicken...!

Gelesen 1681 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 22 April 2020 18:27

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