Tosca: Inhalt der Oper von Puccini

  Sonntag, 20 November 2011 15:57
Tosca, Foto zum Inhalt der Oper Tosca, Foto zum Inhalt der Oper Norma Fantini, Cavaradossi: Johan Botha; Foto: Staatsoper Berlin © Monika Rittershaus

Fast zwei Hundert Aufführungen in zwanzig Inszenierungen in einer Spielzeit? Kein Problem für die Oper Tosca. Das beliebte Werk von Giacomo Puccini begeistert bis heute. Hier sind Handlung und Inhalt der Oper Tosca klar und verständlich erläutert... 

Liebe, Leidenschaft und Tod: Tosca

Komponist

Giacomo Puccini. Libretto (italienisch) von Giuseppe Giacosa und Luigi Illaca.

Uraufführung am 14. Januar 1900, Teatro Costanzi in Rom.

Hauptfiguren

  • Floria Tosca, eine Primadonna (Sopran, meist besetzt durch Dramatischer Sopran oder Jugendlich-dramatischer Sopran)
  • Mario Cavaradossi, Maler (Tenor, Jugendlicher Heldentenor)
  • Baron Scarpia, Polizeichef von Rom (Charakterbariton oder Heldenbariton)

Kleinere Partien

  • Cesare Angelotti, entflohener Gefangener (Bass)
  • Der Mesner (Bass, meist Spielbass)
  • Spoletta, Polizeiagent (Spieltenor oder Charaktertenor)

Chor

Soldaten. Damen. Herren. Bürger. Volk. Geistliche. Ordensbrüder. Chorschüler. Kapellsänger usw.

Ort und Zeit

Rom. 1. Akt: Kirche von Sant’ Andrea della Valle. 2. Akt: Palazzo Farnese, Scarpias Zimmer in einem oberen Stockwerk. Auf der Engelsburg, im Hintergrund der Petersdom und der Vatikan.
17. und 18. Juni 1800.


Die Oper dauert etwa zweieinhalb Stunden.

Gliederung

Musikdrama in einer durchkomponierten, dramatischen Großform.

Handlung und Inhalt der Oper Tosca

1. Akt

Der politische Gefangene Angelotti versteckt sich in der Kirche Sant’ Andrea, wo sein Freund, der Maler Mario Caravadossi ein Marienbild fertigstellt. Der Messner behauptet, das Bild ähnelt einer der Frauen, die zum Beten regelmäßig in die Kirche komme. Mario malt tatsächlich die Gesichtszüge des Bildes wie die seiner großen Liebe Tosca („Recondita asmonia“).
Angelotti kommt aus seinem Versteck und Mario will ihm helfen. Als Tosca die Kirche betritt (sie ist wirklich eine echte Sängerin), versteckt sich Angelotti erneut. Im Bild der Maria erkennt die Primadonna eine Ähnlichkeit mit der Gräfin Attavanti, Angelottis Schwester. Caravadossi überzeugt sie aber von seiner Liebe und mildert ihre Eifersucht. (Duett: „Mia gelosa“).
Kanonenschüsse sind zu hören. Angelottis Flucht wurde entdeckt und Cavaradossi bietet ihm seinen Garten als Versteck an. Der Polizeichef Scarpia kommt in die Kirche und bemerkt sofort den Korb mit Essen, den Mario für Angelotti hingestellt hat. Außerdem findet Scarpia einen Fächer. Er behauptet gegenüber Tosca, dies sei der Fächer der Gräfin aus dem Bild, mit der der Maler eine Affäre habe. Schluchzend verlässt Tosca die Kirche, in der jetzt ein Te Deum anlässlich des Sieges über Napoleon gefeiert wird. Scarpia schwört unterdessen, die Liebe Toscas zu erobern.

2. Akt

Scarpia will sich Tosca zu eigen machen (Arie: „Ha più forte sapore“). Triumphierend singt er „Ella verrà“, „Sie wird kommen“. Seine Diener holen Mario und bringen ihn genau in dem Moment herein, als auch Tosca kommt. Der Polizeichef befiehlt, Mario foltern zu lassen, bis er das Versteck des geflohenen Angelottis verrät. Tosca ist erschüttert und verrät nun selbst das Versteck. Darüber ist nun Caravadossi empört, er zeigt aber, dass er sich über die falsche Nachricht vom Sieg über Napoleon freut! Daraufhin ordnet der böse Scarpia seine Exekution an. Nur wenn Tosca sich mit Scarpia einlässt, wird der geliebte Maler verschont. In der berühmten Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“ wendet sich die Primadonna zu Gott und fleht „Nur der Schönheit weihte ich mein Leben“.
Kurz darauf stellt sich heraus, dass sich Angelotti umgebracht hat, um der Gefangenschaft zu entgehen. Trotzdem bleibt Scarpia bei seiner erpresserischen Methode, um Tosca zu erobern. Er will eine Scheinhinrichtung organisieren, Mario Cavaradossi aber anschließend freilassen. Als sich Scarpia schließlich Tosca nähert, ersticht sie ihn mit dem Ausruf „Hier ist Toscas Kuss!“.
Sie stellt Kerzen neben dem toten Scarpia auf, legt ein Kreuz auf seine Brust und geht.

3. Akt

Die Hinrichtung von Mario Caravadossi soll in einer Stunde stattfinden. Er denkt an Tosca: „E lucevan le stelle“, „Es funkeln die Sterne“. Tosca kommt und erzählt, dass sie Scarpia getötet hat und ihm nur eine Scheinhinrichtung bevorstehe (Duett: „O doci mani“). Er solle wie in einem Theaterstück mitspielen und sich nach den Schüssen fallen lassen. Die Hinrichtung folgt und Tosca ruft nach dem Schuss: „Ecco un artista!“, „Was für eine Schauspieler!“. Tosca sagt ihm, er solle noch liegenbleiben, merkt dann aber, dass ihr Freund wirklich tot ist. Scarpia hat sich nun endgültig gerächt und Mario wirklich töten lassen. Bevor der Polizeiagent Spoletta sie wirklich verhaften kann, springt sie von der Engelsburg herunter in den Tod.

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Gelesen 52774 mal Letzte Änderung am Sonntag, 20 Mai 2018 10:54

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