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La Traviata von Verdi: Handlung und Inhalt Empfehlung

  Sonntag, 20 November 2011 16:01
Violetta steht im Rampenlicht Violetta steht im Rampenlicht Bild: Semperoper Dresden © Matthias Creutziger

Die Oper "La Traviata" läuft in vielen Spielzeiten in zwanzig unterschiedlichen Inszenierungen auf deutschen Bühnen. Grund genug für opernfan.de, den Inhalt der vielschichtigen Oper "La Traviata" ausführlich zu erläutern. Es ist eines von Verdis Meisterwerken.

Eine kranke, verzweifelte Liebende: "La Traviata"

Originaltitel: "La Traviata". 

Oper in drei Akten.

Komponist

Giuseppe Verdi

Text

Dichtung von Francesco Maria Piave

Uraufführung am 6. März 1853 in Venedig (Italien) im Teatro La Fenice.

Hauptfiguren

  • Violetta Valery (Sopran)
  • Flora Bervoix (Mezzosopran)
  • Annina, Freundin von Violetta ( Mezzosopran)
  • Alfred Germont (Tenor)
  • Georg Germont, Alfreds Vater (Bariton)

Kleinere Partien

  • Gaston, Vicomte von Létorières (Tenor)
  • Baron Douphol (Bariton)
  • Marquis von Obigny (Bass)
  • Doktor Grenvil (Bass)
  • Josef, Violettas Diener (Tenor)

Chor

Freunde und Freundinnen von Violetta und Flora. Stierkämpfer, Pikadore, Zigeunerinnen.

Ort und Zeit

Paris und Umgebung.

Die Oper dauert etwa zweieinhalb Stunden (ohne Pausen)

Handlung und Inhalt der Oper La Traviata

1. Akt

Die Handlung der Oper La Traviata dreht sich um Violetta Valery, eine attraktive und beliebte Frau im lebhaften Paris der 1830iger Jahre. Die Oper beginnt mit einem der aufwändigen Feste von Violetta. Neuling Alfred Germont wird von der Gastgeberin aufgefordert, einen Trinkspruch zu geben. Er singt ein Loblied auf die Liebe, kann Violetta damit aber zunächst nicht sonderlich beeindrucken. Sie empfindet ihr größtes Glück im Genuss und anderen einfachen Freuden des Lebens.
Die Gesellschaft geht, kurz darauf hat Violetta einen Schwächeanfall. Alfred ist  besorgt und erklärt ihr spontan seine Liebe. Violetta ist gerührt und sehnt sich nach einer besseren Welt mit Alfred, fern von der oberflächlichen Pariser Gesellschaft.
Er fragt, wann er wiederkommen dürfe und Violetta schenkt ihm daraufhin ihre Lieblingsblume, eine Kamelie. Wenn diese verwelkt sei, solle Alfred wiederkommen. Er geht und Violetta versucht allein, ihre widersprüchlichen Empfindungen zu verstehen. Sie fragt sich, ob sie ihr Pariser Leben verlassen kann, um mit Alfred in eine bessere Welt zu gehen.

2. Akt

Violetta und Alfred sind ein Paar geworden und verbringen eine glückliche Zeit auf dem Land bei Paris. Die Dienerin Annina sagt Alfred, dass Violetta Wertsachen verkaufen müsse, um das Landleben weiter zu finanzieren. Alfred geht schnell nach Paris, um selbst Geld aufzutreiben.
Der Vater von Alfred, Georg Germont, stellt sich während Alfreds Abwesenheit bei Violetta auf dem Landsitz vor. Eindringlich verlangt er das Ende der Liebschaft. Der Bräutigam von Alfreds Schwester drohe, die Verlobung zu lösen, falls Alfred nicht nach Paris zurückkehre (Duett: „Gott schenkte eine Tochter mir“). Violetta entschließt sich, für das Lebensglück einer anderen ihr eigenes zu opfern. Sie schreibt Alfred, dass sie sich trennen wolle und verlässt das Landgut.
Alfred kommt zurück und wird rasend eifersüchtig, als er von Violettas Absichten erfährt. Sein Vater ermahnt ihn, wieder zur Familie zurück zu kommen, um dort einen Ausgleich für den Verlust seiner Liebe zu finden (Arie: „Hat dein heimatliches Land“). Kopflos stürmt Alfred davon und fährt nach Paris, um auf ein Fest bei Violettas Freundin Flora zu gehen.
Auf Floras Fest kann Alfred Violetta nicht finden und beteiligt sich erfolgreich an Glücksspielen. Violetta kommt bald in Begleitung eines früheren Freundes, des Barons Douphal. Alfred ignoriert sie zunächst, sucht aber die verbale Konfrontation mit dem Baron. Kurz darauf können Alfred und Violetta alleine miteinander sprechen. Violetta sagt unter größter Anstrengung, sie liebe Douphal, was Alfred sehr wütend macht. Er ruft die anwesenden Gäste in den Saal und beschimpft Violetta als Dirne, bei der er für die gemeinsame Zeit bezahlen wolle. Er demütigt sie vor allen und wirft ihr das gewonnene Geld vor die Füße. Vater Germont kommt auf das Fest und rügt den Sohn wegen seiner Unbeherrschtheit. Alfred bereut das Geschehene und Violetta versichert ihm nochmals ihre innigste Liebe (Oktett mit Chor).

3. Akt

Violetta wird wegen ihrer unheilbaren Schwindsucht immer schwächer und Doktor Grenvil sagt, dass sie nur noch wenige Stunden zu leben habe. Von draußen hört man den Karneval und Violetta bereitet sich auf den Abschied vom Leben vor (Arie „Lebt wohl jetzt, ihr Geschmeide, die einst ich getragen“). Der vom Vater mit der ganzen Wahrheit betraute Alfred kommt und bittet Violetta um Verzeihung (Duett „O lass uns fliehen aus diesen Räumen“). Die Todkranke kommt nochmals kurz zu neuer Kraft, aber das Ende naht. Violetta stirbt, Vater Germont erkennt zu spät die Folgen seiner Einmischung und bleibt mit Alfred in Reue und Verzweiflung zurück.

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Gelesen 33309 mal Letzte Änderung am Sonntag, 28 Mai 2017 12:03

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