Aida: Inhalt der Oper von Giuseppe Verdi

geschrieben von  Mittwoch, 12 Oktober 2016 10:15
Luciano Pavarotti als Radames in der Oper "Aida" Luciano Pavarotti als Radames in der Oper "Aida"

"Aida" von Giuseppe Verdi ist eine der bekanntesten Opern. Wir stellen hier gut leserlich Inhalt und Handlung der Oper vor... 

Aida. Oper in vier Akten.

Komponist: Guiseppe Verdi.
Libretto (italienisch) von Antonio Ghislanzoni.
Uraufführung am 24. Dezember 1871, Khedivial-Opernhaus.
  

Hauptfiguren
König von Ägypten (Bass)
Amneris, seine Tochter (Mezzosopran)
Aida, äthiopische Königstochter; Sklavin am ägyptischen Hof (Sopran)
Radames, ägyptischer Feldherr (Tenor)
Amonasro, König von Äthiopien; Aidas Vater (Bariton)
  

Nebenfiguren

Ramphis, Oberpriester (Bass)
Eine Tempelsängerin (Mezzosopran)
Ein Bote (Tenor)

 
Chor

Priester und Priesterinnen, Minister, Hauptmänner, Soldaten, Sklaven, Gefangene, Volk.


Ort und Zeit
Memphis und Theben. Zur Zeit der Herrschaft der Pharaonen.
Orte: Im Tempel; am Nilufer; vor und im königlichen Palast.


Gliederung

Durchkomponierte Oper mit Triumphmarsch und Ballett.

 
Inhalt der Oper "Aida", Akt für Akt

Aida: Inhalt 1. Akt

Aida, Tochter des äthiopischen Königs, muss als Sklavin am ägyptischen Hof leben. Sie ist unsterblich in Radames, dem Sohn des Pharao, verliebt. Als Ägypten von den feindlichen Äthiopiern überfallen wird, um Aida zu befreien, wird Radames zum Heeresführer gegen die Äthiopier bestimmt („Sì, corre voce l’Etiope ardisca“). Er ist optimistisch, nach dem Feldzug Aida heiraten zu können. Amneris, die selbstbewusste Tochter des Pharao, liebt den Feldherrn ebenfalls und buhlt hartnäckig um seine Gunst. Radames muss nach einer feierlichen Zeremonie mit den Truppen ausrücken. Aida fühlt sich hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrer Heimat und zu Radames.

Aida: Inhalt 2. Akt

Das Heer der Ägypter konnte gegen die Äthiopier siegen („Chi mai fra gli inne e i plausi“). Amneris entlockt Aida ihr Liebesgeheimnis, indem sie ihr erzählt, Radames sei in der Schlacht umgekommen. Nun erkennt Amneris in Aida ihre Rivalin. Sie befiehlt ihr, sie als Sklavin zum geplanten Triumphfest zu begleiten. Der ägyptische König nimmt vor den Toren Thebens feierlich Radames und seine Soldaten in Empfang („Gloria all’Egitto, ad Iside“). Auf seinen Befehl hin werden die gefangen genommenen Äthiopier vorgeführt. Unter ihnen ist Amonasro, der äthiopische König und Aidas Vater. Er gibt sich zum Schutze in Theben als Unterführer aus und beschreibt den angeblichen Tod des äthiopischen Königs. Amonasro wie auch Radames bitten, die Gefangenen zu befreien. Oberpriester Ramphis und der König können diesen Bitten nichts entgegenhalten und lassen die Gefangenen frei. Lediglich Amonasro in der Funktion als Wortführer der Gefangenen und Aida sollen als Geiseln zurückbehalten werden. Als Lohn für seinen erfolgreichen Feldzug soll Radames auf Wunsch des Königs dessen Tochter Amneris heiraten und nach dessen Tod selbst König von Ägypten werden.

Aida: Inhalt 3. Akt

Ramphis führt in der Nacht am Nilufer Amneris zum Tempel, in welchem sie in der Nacht vor ihrer Hochzeit zur Göttin Isis beten will. Heimlich wartet dort Aida auf Radames („Qui Radamès verra ... O patria mia“). Doch vorher erscheint Aidas Vater: Er möchte seine Tochter dazu bewegen, Radames das Geheimnis zu entlocken, welchen Weg die Ägypter wählen würden, um in Äthiopien einzufallen. Doch obwohl ihr der Vater mit berührenden Worten die vertraute Heimat in Erinnerung ruft, widersetzt sich Aida ihm. Inzwischen erscheint Radames und Amonasro muss sich verstecken. Aida bittet ihren Geliebten, mit ihr zusammen aus Ägypten zu fliehen. Vielleicht kenne er einen geheimen Pfad, der von den ägyptischen Truppen nicht bewacht werde. Da Radames nicht ahnt, dass er von Amonasro belauscht wird, nennt er Aida nach einigem Zögern die Napataschlucht. Triumphierend tritt nun Amonasro aus dem Hintergrund hervor und offenbart seine wahre Identität als äthiopischer König. Radames erkennt, dass er ungewollt sein Vaterland verraten und sich dadurch entehrt hat. Als sie zu dritt fliehen wollen, tritt Amneris wütend und entsetzt aus dem Tempel hervor und ruft „Verräter!“. Amonasro will sie erstechen, aber Radames tritt dazwischen und kann so den Mord verhindern. Er lehnt aber auch ab, gemeinsam mit Aida und Amonasro zu fliehen. Ramphis eilt herbei; Radames überreicht ihm ohne Widerstand sein Schwert und lässt sich freiwillig festnehmen. Währenddessen ist es Amonasro gelungen, mit seiner Tochter Aida zu entkommen.

Aida Inhalt: 4. Akt

Vor den Türen des Gerichts im königlichen Palast. Saal im Palast des Pharao, von dem ein Gang in den Gerichtssaal, ein anderer in das Gefängnis, in dem Radames gefangen gehalten wird, führt.
Amneris ist verzweifelt und fühlt sich zwischen Wut und Liebe hin- und hergerissen. Sie möchte Radames retten und lässt ihn vorführen („L’aborrita rivale a me sfuggia“). Sie versucht ihn vergeblich zu überreden, sich vor Gericht zu verteidigen, um sein Leben zu retten. Radames aber sieht ohne seine geliebte Aida keinen Sinn mehr in diesem Leben. Er geht davon aus, Amneris habe Aida getötet. Daraufhin berichtet Amneris, dass Amonasro gefallen sei. Aida jedoch konnte fliehen und ist am Leben. Sie verspricht Radames das Leben, den Thron und ihre Liebe, wenn er auf Aida verzichte. Radames wählt aber den Tod und geht in sein unterirdisches Gefängnis zurück. Man hört die Anklage der Priester und vernimmt das dreimalige Schweigen Radames'. Er wird dazu verurteilt, in den Räumen unter dem Altar der Göttin lebendig begraben zu werden.
Während Radames in einem unterirdischen Tempelgewölbe eingemauert wird, hofft er, dass Aida inzwischen in Äthiopien angekommen in Sicherheit sei. Nachdem der letzte Stein eingesetzt wurde, vernimmt Radames einen Seufzen. Er sieht einen Schatten und erkennt Aida, die sich bei Tagesanbruch in die Krypta geschlichen hat, um mit ihm zu sterben. Gemeinsam nehmen die beiden Geliebten gelassen und verklärt Abschied von der Welt, während oben in den Tempelhallen die Priesterinnen singen („immenso ftah“). Amneris betet traurig zu Isis dass Radames' Seele in Frieden ruhen kann. 

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Letzte Änderung am Sonntag, 20 Mai 2018 12:12

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