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Rheinoper Düsseldorf © Frank Heller

Hier steht der Inhalt der Oper Hänsel und Gretel. Opernfan.de stellt die Hauptfiguren und die Handlung der berührenden Oper vor, die vor allem in der Weihnachtszeit zu hören ist...

Hier steht der Inhalt der Oper Hänsel und Gretel. Opernfan.de stellt die Hauptfiguren und die Handlung der berührenden Oper vor, die vor allem in der Weihnachtszeit zu hören ist...

Hänsel und Gretel. Spätromantische Oper in zwei Akten. 

Komponist: Engelbert Humperdinck.
Libretto (deutsch) von Humperdincks Schwester Adelheid Wette.
Uraufführung am 23. Dezember 1893, Weimarer Hoftheater.


Hauptfiguren
Peter, Besenbinder (Bariton)
Gertrud, Peters Frau (Mezzosopran)
Hänsel, deren Sohn (Mezzosopran)
Gretel, deren Tochter (Sopran)
Die Knusperhexe (Mezzosopran, Sopran oder Tenor)
Sandmännchen (Sopran)
Taumännchen (Sopran)

Chor

Kinderchor: Die Lebkuchenkinder


Ort und Zeit
Daheim; im Wald; das Knusperhäuschen. Zu einer Märchenzeit


Gliederung

Durchkomponierte Oper mit Ouvertüre, Zwischenspiel zur Pantomime und Vorspiel zum 3. Akt


Inhalt der Oper Hänsel und Gretel


Hänsel und Gretel Handlung, 1. Akt

Hänsel und Gretel sind in der elterlichen Stube mit Arbeit beschäftigt – sie sollen weitere Besen binden („Suse, liebe Suse“). Richtig konzentrieren können sie sich aber nicht, denn sie werden von großem Hunger gequält. Seit drei Wochen gab es nichts als trockenes Brot; doch Gretel verrät, dass es am Abend Reisbrei geben soll: Die Nachbarin hat ihrer Mutter einen Topf mit Milch geschenkt. In großer Vorfreude über diese Köstlichkeit fangen die Kinder an zu tanzen und befreit zu spielen. Todmüde und erschöpft kommt die Mutter zurück. Erbost über die Faulheit ihrer Kinder, greift sie zur Rute, um Hänsel und Gretel zu züchtigen. Dabei stößt sie versehentlich den Milchtopf um. Völlig außer sich vor Wut schickt sie Hänsel und Gretel hinaus zum Beerensuchen in den Wald („Marsch, fort in den Wald!“). Im Angesicht ihrer verzweifelten Lage schläft sie erschöpft ein.
Angetrunken kommt der Vater nach Hause. Dank einer Kirmes und vielen Feiern im Dorfe konnte er so viele Besen verkaufen, dass er einen Korb voller Lebensmittel mitbringen konnte. Er fragt nach den Kindern und die Mutter erzählt ihm von den vorigen Ereignissen. Dem Vater wird es angst und bange: Es dämmert schon; was, wenn die Kinder sich im Wald verlaufen und der Knusperhexe in die Hände geraten? Sie haust am Ilsenstein und lockt Kinder in ihr Haus, um sie zu mästen und in ihrem Ofen zu Lebkuchen zu verwandeln („Eine Hex, steinalt, haust tief im Wald“). Voller Sorge eilen die Eltern in den Wald, ihre Kinder zu suchen.


Hänsel und Gretel Handlung, 2. Akt

Hänsel und Gretel haben mittlerweile ihren Beerenkorb gefüllt. Sie hören einen Kuckuck und machen sich ein Spiel darauf, ihn nachzuahmen; dabei haben sie die Beeren rasch selber aufgegessen. Nun ist es aber zu dunkel geworden, um neue Beeren zu sammeln. Außerdem können sie ihren Heimweg nicht mehr finden. Der vorher so vertraute Wald wirkt nun auf einmal unheimlich und bedrohlich: Irrlichter flackern umher und geisterhafte Nebelschwaden ziehen auf. Hänsel und Gretel fürchten sich sehr, bis das Sandmännchen erscheint, und die beiden beruhigen kann. Bevor sich Hänsel und Gretel hinlegen um zu schlafen, beten sie ihren vertrauten „Abendsegen“ („abends will ich schlafen gehen“). Dann schlafen sie ein und vierzehn Engel steigen herab, um die schlafenden Kinder zu bewachen.

Hänsel und Gretel Handlung 3. Akt

Hänsel und Gretel werden vom Taumännchen sanft geweckt. Doch als ob sie noch träumen würden, erscheint plötzlich vor ihnen, das beeindruckende Knusperhäuschen. Mit Süßigkeiten und Lebkuchen verkleidet, wirkt es auf die beiden Kinder verlockend. Als Hänsel und Gretel vorsichtig davon naschen, kommt die Knusperhexe raus und lockt sie in ihr Häuschen. Hänsel und Gretel aber trauen den freundlichen Worten der Alten Frau nicht und wollen davonlaufen. Doch der Hexe gelingt es, die Kinder mit einem Zauber zu festzuhalten. Hänsel wird anschließend in einen Käfig gesperrt und gemästet. Gretel dagegen soll im Haus für die Hexe schon einmal den Tisch decken. Die Hexe heizt den Backofen an und in gieriger Vorfreude auf ihr Abendessen reitet sie ausgelassen auf ihrem Besen durch die Luft („Hurr, hopp, hopp, hopp“). Gretel aber gelingt es, ihren Bruder heimlich aus dem Käfig zu befreien, denn sie konnte sich die Zauberworte der Hexe gut merken. Als die Hexe nun Gretel arglistig in den Backofen schieben will, wird sie von den Kindern selber hineingeschubst. Erlöst fallen sich die beiden in die Arme („Juchei, nun ist die Hexe tot!“). Der Ofen stürzt plötzlich unter lautem Donnern zusammen. Erstaunt bemerken Hänsel und Gretel, dass von den vielen Lebkuchenkindern, die wie als Zaun rund um das Hexenhäuschen standen, die Kuchenhülle abgefallen ist. Doch irgendwie scheinen diese Kinder noch leblos zu sein. Erst durch eine Sanfte Berührung von Hänsel und Gretel sind sie in der Lage ihre Augen zu öffnen. Die letzten Lebensgeister erweckt Gretel erneut mit dem Aufsagen des Zauberspruchs. Da ist auf einmal aus dem Wald die Stimme des Vaters zu vernehmen, der mit seiner Frau überall nach den Kindern gesucht hat. Glücklich treffen alle aufeinander und schließen sich versöhnlich in die Arme. Aus den großen Trümmern des Backofens wird die Hexe gezogen, die nun selber zum Lebkuchen verwandelt wurde. Alle stimmen in das Gebet des Vaters ein: „Wenn die Not auf‘s Höchste steigt, Gott, der Herr, die Hand uns reicht!“

 


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